Abschnittsübersicht
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Fenster
KURS 3 / MODUL 3 - ÖFFNUNGEN / LEKTION 1 - FENSTER
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Fenster und Türen können eingebaut werden, sobald die Wände, die notwendigen Öffnungen und die Stürze fertiggestellt sind. In diesem Film konzentrieren wir uns auf Fenster.
Die Hauptmerkmale von Fenstern sind Transparenz, eine ausreichende Lichtdurchlässigkeit sowie die Möglichkeit zur regelmäßigen Lüftung. All dies muss erreicht werden, während zugleich möglichst hohe Anforderungen an Wärmedämmung und Luftdichtheit erfüllt werden. Außerdem können Fensterkonstruktionen weitere Funktionen haben, z. B. Verschattung oder das zeitweise Einschränken der Einsicht.
Es gibt sehr viele Möglichkeiten, wie Fenster zu öffnen sind. Traditionell sind am häufigsten Festverglasungen oder seitlich angeschlagene Fenster. Daneben gibt es Doppelfenster oder mehrflügelige Drehflügelfenster sowie sogar Schiebefenster. In der modernen Praxis haben sich weitere spezielle Öffnungsarten etabliert, z. B. Unterlicht-/Kippfenster, Oberlichtfenster, Dreh-Kipp-Fenster sowie Pivot-/Schwingfenster. Fenster können aus beliebigen Kombinationen von Elementen bestehen – mit unterschiedlichen Funktionen, Öffnungsarten und Formen. Praktisch lassen sich nahezu alle denkbaren Entwürfe durch Aneinanderreihen oder Integrieren von Elementen realisieren.
1. Traditionelle Fenster
Über Jahrhunderte war Holz das typische und fast ausschließlich verwendete Material für Fenster. Traditionelle Holzfenster wurden mit einfachen Holzrahmen hergestellt. Üblich waren ein-, zwei- oder mehrflügelige Drehflügelfenster mit Pfosten/Zwischenpfosten; verglast wurde mit Kitt und Glasleisten. Als Verglasung diente einfaches Flachglas. Auch Metallfenster wurden verwendet, waren jedoch in vieler Hinsicht nicht ideal.
Die Flachzarge wurde typischerweise in eine zurückgesetzte Wandöffnung eingebaut; die Laibung war umlaufend mit Brettern bekleidet. Die Flügel konnten beidseitig am Rahmen angeschlagen sein: ein Flügel nach außen öffnend, ein Flügel nach innen öffnend. In beiden Fällen entstand ein doppelter Anschlag zwischen Rahmen und Flügel. Die nach außen öffnenden äußeren Flügel konnten auch als Fensterläden dienen und vor allem im Sommer Verschattung bieten.
Der Blockrahmen (auch Falzzarge) liegt mit dem Rahmen hinter der gestuften Laibung (z. B. Ziegelstufen). Der Rahmen besitzt zwei unterschiedliche Profilbereiche: seitlich und oben ein Querschnitt mit doppeltem Anschlag, unten ein einfacher Anschlag mit Gefälle nach außen. Der nach innen öffnende Flügel ist ebenfalls unterschiedlich profiliert: seitlich und oben einheitlich; unten ist ein Wetterschenkel/Abtropfkante angesetzt, der den unteren Rahmen überdeckt. Der untere Rahmen ist zudem mit dem Blechanschluss der Fensterbank (mit Tropfkante) verbunden, um die horizontale Fläche der Öffnung vor Wasser zu schützen.
Die einfache Falzzarge (einfacher Blockrahmen) wurde nur bei geringeren Anforderungen verwendet. Häufiger war die doppelte Falzzarge (doppelt ausgeführter Blockrahmen): Sie wird – ähnlich wie die einfache Lösung – in einer Nische eingebaut, jedoch „verdoppelt“. Bei Doppelfenstern wurde ein mittleres Pfostenstück sowohl außen als auch innen eingesetzt.
Die vereinheitlichte Blockrahmenform (vereinheitlichte Falzzarge) kann als Vorläufer moderner Holzfenster gelten. Die Rahmen wurden durch Verleimen vereinheitlicht, während die Flügel verschraubt wurden. Es entstand ein zweifach verglaster Flügel mit drei Anschlagebenen zwischen Rahmen- und Flügelprofilen.
2. Moderne Fenster
Moderne Türen und Fenster haben Luft- und Dampfdichtheit, Wärmedämmung und Verglasungssicherheit deutlich perfektioniert. Die Materialien für Rahmen und Flügel sind vielfältig: neben modernen Holzquerschnitten haben sich Metallprofile stark weiterentwickelt; außerdem sind Kunststoff- und Verbundkonstruktionen weit verbreitet.
Sie unterscheiden sich von traditionellen Drehflügelfenstern vor allem durch breitere Profile: typischerweise 78–106 mm. Die größeren Querschnitte sind nötig wegen der schweren Zwei- oder Dreifach-Wärmeschutzverglasung. Der Scheibenzwischenraum ist mit Edelgas gefüllt, um die Wärmedämmung zu verbessern. Zwischen Rahmen und Flügel gibt es mindestens drei Dichtungsebenen/Anschläge, wobei die innere Abdichtung durch Gummidichtungen verbessert wird. Für erhöhte Anforderungen können Profile (meist Kiefer) zusätzlich mit Dämmstoffen (z. B. Korkeinlagen) ausgerüstet werden. Am unteren Rahmen sitzt ein metallisches Wasserabweisprofil (Wetterschutz/Abtropfprofil).
Kunststoffrahmen und -flügel besitzen 5 bis 8 geschlossene Luftkammern, im Kern meist mit Stahlverstärkung. Zwischen Rahmen und Flügel bestehen mindestens 3 Anschlagebenen, gewöhnlich mit Gummidichtungen. Mit Zweifach- oder Dreifach-Wärmeschutzverglasung liegt die Profilbreite meist bei 70–100 mm. Grundfarbe ist oft weiß (PVC), Optik kann jedoch innen/außen durch Folierung in Holzdekor oder anderen Farben angepasst werden.
Metallfenster - Stahlprofilfenster werden eher bei Gebäuden mit geringen Anforderungen eingesetzt, wenn Wärmedämmung kaum gefordert ist. Korrosionsschutz ist dabei besonders wichtig.
Aluminiumfenster bestehen aus Hohlprofilen ähnlich wie Kunststofffenster. Da Aluminium schlecht dämmt, werden thermische Trennstege (Thermal Break) eingesetzt. Zwischen Rahmen und Flügel gibt es mindestens 3 Anschläge mit Gummidichtungen. Die Wärmeschutzverglasung ist ähnlich wie bei Holz/Kunststoff (2- oder 3-fach, spezielle Dichtungen). Vorteil: sehr langlebig, widerstandsfähig, geringer Wartungsbedarf.
3. Sonnenschutz
Sonnenschutzelemente sind wichtige Zubehörteile von Fenstern und Türen und werden häufig gleichzeitig mit ihnen montiert. Traditionelle Außensonnenschutze haben eine lange Geschichte, z. B. Fensterläden aus Vollbrettern oder geschlossenen Rahmenfüllungen. Lamellenläden sind komplexer: drehbare Lamellen sitzen in einem separaten Flügel; damit lässt sich Lichteinfall (und Durchsicht) regulieren. Läden und Lamellen können als Schiebe- oder Drehflügel ausgeführt werden; mehrflügelige Varianten sind auch „akkordeonartig“ faltbar.
Rollläden sind moderne äußere Sonnenschutzsysteme. Dafür wird oberhalb des Fensters ein Rollladenkasten montiert. Die Lamellen werden aus dem Kasten abgerollt und wieder aufgerollt; Material meist Kunststoff oder Aluminium. Der Kasten kann sichtbar außen liegen oder verdeckt sein (unter, vor oder in den Sturz integriert).
Jalousien (Venetian blinds) sind Kunststoff- oder Aluminiumsysteme, die in Fenster/Türen integriert werden können – oft zwischen zwei Glasscheiben. Sie funktionieren ähnlich wie Lamellenläden: Lamellen drehen, hoch- und runterfahren. Moderne Jalousien werden häufig auch bei Aluminium-Holz- oder Aluminium-Kunststofffenstern zwischen Außenscheibe und innerer Wärmeschutzverglasung eingesetzt.
Außerdem gibt es fest montierte Verschattungselemente, die Teil der Fassade sind und erst in einer späten Bauphase montiert werden. Sie sind meist auf Fenster/Türen abgestimmt und verschatten den Bereich vor den Öffnungen.
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Türen
KURS 3 / MODUL 3 - ÖFFNUNGEN / LEKTION 2 - TÜREN
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Im Vergleich zu Fenstern besteht die Hauptfunktion von Türen darin, den freien Durchgang durch Wandöffnungen zu ermöglichen und eine grundlegende Verschließbarkeit sowie Sicherheit zu bieten. Fenster haben typischerweise eine Fensterbank oder Brüstung, können aber ebenso auf Bodenhöhe beginnen. Türen hingegen dürfen keine Schwelle im Sinne einer Stufe aufweisen und müssen zwingend vom Fußboden aus beginnen. Zudem gilt die Regel, dass eine bodentiefe Öffnung, die sich mit einem vollen Flügel öffnen lässt, als Tür und nicht als Fenster definiert wird.
Die Öffnungsarten von Türen fallen noch vielfältiger aus als bei Fenstern. Drehflügel- und Doppeltüren existieren seit Jahrtausenden in unzähligen Formen. Zu den speziellen Öffnungsarten gehören unter anderem Schiebetüren, Falt-Schiebe-Türen, Pendeltüren sowie Drehtüren beziehungsweise Revolving Doors. Wie bei Fenstern sind auch bei Türen vielseitige Kombinationen aus Verglasung, Größe und Öffnungsart möglich. Beispielsweise kann eine asymmetrische Doppeltür mit festen Seitenteilen und einem Oberlicht ausgestattet sein, um eine zusätzliche Kippöffnung zu ermöglichen.
1. Traditionelle Holztüren
Traditionell wurden Holztüren mit ähnlichen Konstruktionslösungen wie Fenster ausgeführt, beispielsweise mit Flachzargen oder Blockrahmen in Form von Falzzargen. Häufig kamen dabei auch doppelte Falzzargen zum Einsatz. Alle diese Varianten ermöglichen einen doppelten Anschlag zwischen dem Rahmen und dem Flügel an den Seiten sowie am Sturz.
Im Gegensatz zu Fenstern ist der Rahmen im unteren Bereich unterbrochen. An dieser Stelle wurde ein verdeckter Rahmenverbinder beziehungsweise eine verdeckte Schwelle eingesetzt, die später durch den Bodenbelag verdeckt wird und den korrekten Abstand der Zargen hält. Wenn angrenzende Räume unterschiedliche Bodenbeläge aufwiesen, konnte darüber eine sichtbare Schwelle erforderlich sein.
Traditionell wurden Türen häufig zusammen mit dem Mauerwerk eingebaut und über Rahmenanker oder Laschen befestigt. Bei leichten Trennwänden konnte die Befestigung auch über eine Anbindung an Aussteifungsdrähte aus Weicheisen erfolgen. Die Flachzarge wurde vor allem in Trennwänden verwendet. Vor Ort konnte eine Bekleidung oder Verleistung montiert werden, um den Übergang zwischen dem Wandputz und dem Rahmen zu verdecken. Bei verleimten Flachzargen war die Bekleidungsleiste so positioniert, dass sie bündig mit dem Wandputz abschloss. Zusätzlich war oft noch eine Abdeckleiste erforderlich.
Die Falzzargentür beziehungsweise der Blockrahmen unterscheidet sich dadurch, dass der Rahmen nicht die gesamte Wandstärke überdeckt, sondern nur auf einer Wandseite sitzt. Solche Türen wurden meist in dickeren Wänden eingesetzt. Der Anschluss zum Putz wird hierbei durch eine dünne Bekleidungsleiste verdeckt. Doppelte Falzzargentüren ähneln verleimten Flachzargen, besitzen jedoch kantigere Zargen und stärkere Bekleidungen.
Das klassische Türblatt ist die Rahmenfüllungstür. Ein tragender Rahmen aus senkrechten Ständern und waagerechten Riegeln wird dabei durch massive Holzfüllungen oder Verglasungen ergänzt. Die Holzfüllungen sind über Nutverbindungen gefasst und weisen eine handwerklich verarbeitete Oberfläche auf. Die Türflügel sind über Bänder angeschlagen, während verschiedene Schlösser für einen sicheren Verschluss sorgen.
2. Moderne Türen
a) Außentüren (Eingangs- und Terrassentüren)
Moderne Außentüren aus Holz verwenden meist eine Blockrahmenkonstruktion, die den gängigen Fensterprofilen ähnelt. Die Rahmenteile werden im unteren Bereich über metallische oder kunststoffbasierte Schwellenelemente verbunden, die eine thermische Trennung zur Vermeidung von Wärmebrücken sicherstellen. Die Türblätter sind entweder moderne Varianten der klassischen Rahmenfüllungstür oder beidseitig beplankte Türblätter. Rahmenfüllungen bestehen aus 30 bis 45 mm dicken, mehrlagigen und wärmegedämmten Sandwichaufbauten oder aus Wärmeschutzglas. Durch geeignete Kombinationen entsteht optisch der Eindruck einer traditionellen Rahmenfüllungstür. Beidseitig beplankte Türblätter bestehen aus einem internen Holzrahmen sowie wärme- und schalldämmenden Einlagen, die auf beiden Seiten flächig beplankt werden. Die Türblattdicke liegt üblicherweise zwischen 50 und 80 mm und erreicht bei Anforderungen an eine hohe Wärmedämmung bis zu 100 bis 110 mm. Als Oberflächen kommen CPL- oder HPL-Laminate sowie Furniere zum Einsatz.
Kunststofftüren verfügen häufig über ähnliche Profile und Dichtungen wie Kunststofffenster, besitzen jedoch aufgrund höherer Beanspruchungen teils größere Querschnitte sowie metallische Verstärkungen. Die Türflügel sind oft als Rahmenfüllung ausgeführt. Als Einlagen dienen kunststoffbeschichtete, wärmegedämmte Sandwichfüllungen, Wärmeschutzglas oder Kombinationen aus beiden Materialien.
Stahltüren werden wie Stahlfenster eher für Sonderfälle genutzt und kommen häufig im Industriebau zum Einsatz. Profil-Stahltüren werden oft in Trennwände oder Laibungen eingebaut, wobei die Türblätter meist beidseitig beplankt sind.
Aluminiumtüren verwenden dieselben Profilfamilien wie Aluminiumfenster. Ihre Rahmenfüllungen können wahlweise aus Wärmeschutzglas oder aus gedämmten Sandwichpaneelen bestehen.
b) Innentüren
Massivholztüren werden weiterhin produziert, präsentieren sich jedoch in einer modernen Gestaltung. Dazu gehören doppeltanschlagende Blockrahmen- oder Flachzargentüren aus gehobelten Profilen in roher oder oberflächenbehandelter Ausführung, die mit modernen Beschlägen und Dichtungen ausgestattet sind. Die Türblätter können dabei als Platten- oder Rahmenfüllung ausgeführt sein.
Sehr weit verbreitet sind verstellbare Zargen, bei denen es sich um eine weiterentwickelte Form der Flachzarge handelt. Das wesentliche Kennzeichen dieser Zargen besteht darin, dass die Bekleidungen beidseitig über Nut-und-Feder-Verbindungen mit dem Zargenkern verbunden sind. Auf der gegenüberliegenden Seite lässt sich die Bekleidung um 15 bis 20 mm seitlich verschieben, wodurch die Zarge exakt an die jeweilige Wandstärke angepasst werden kann. Diese Lösung ist bis zu einer Wandstärke von 20 cm üblich und kann bei dickeren Wänden durch Zusatzlösungen oder zusätzliche Wechselständer erweitert werden.
Verstellbare Zargen weisen kein unteres Rahmenteil auf, weshalb die Zarge unten offen ist, und sie verzichten in der Regel auch auf eine Schwelle. Wenn unterschiedliche Bodenbeläge miteinander verbunden werden, stimmen Hersteller das Übergangsprofil und die Flügelposition präzise aufeinander ab.
Verstellzargen bestehen häufig aus MDF-Platten. Der Rahmen und das Türblatt sind wahlweise furniert oder laminiert erhältlich. Furnierte Oberflächen müssen durch Lack, Lasur oder Farbe geschützt werden. Bei Laminatoberflächen reicht die Spanne von einfacher Dekorfolie über CPL bis hin zu starkem und widerstandsfähigem HPL. Als Türblattfüllungen kommen Vollspan- oder Hohlspanplatten, Röhrenspanstege sowie Wabenpapier zum Einsatz. Die Türblattdicke bewegt sich dabei meist im Bereich von 40 bis 60 mm.
Das Zubehör für Türen ist äußerst vielfältig. Es umfasst beispielsweise Sonnenschutzelemente wie Jalousien, Läden, Gitter oder Lamellen sowie Türschließer, Türpuffer, Spezialschlösser, Panikstangen und Türhalter.
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Einbau von Türen und Fenstern
KURS 3 / MODUL 3 - ÖFFNUNGEN / LEKTION 3 - EINBAU VON TÜREN UND FENSTERN
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Außentüren und Außenfenster werden typischerweise vor der Fassadendämmung eingebaut. Spätestens geschieht dies vor dem Außenputz und dem Anstrich. Innentüren und Innenfenster werden normalerweise erst nach dem Abschluss der Bekleidungs-, Putz- und Malerarbeiten montiert. Die Tür- oder Fenstermaße müssen ein bis zwei Zentimeter kleiner sein als die vorhandene Öffnungsgröße. Daher sollten die Öffnungen vor dem Kauf der Türen oder Fenster sorgfältig ausgemessen werden. Der unverputzte Zustand von Außenöffnungen dient typischerweise als Grundlage für die Messung, während verputzte Innenwandöffnungen die erforderlichen Maße liefern.
Eine präzise Abstimmung zwischen der Außendämmung der Wand und dem Einbau von Außentüren und Außenfenstern ist entscheidend, um Wärmebrücken zu vermeiden. Im Idealfall sollten die Rahmenkonstruktionen mithilfe von Konsolen in einer Linie mit der äußeren Wärmedämmung positioniert oder direkt dahinter eingebaut werden, sodass die Dämmung mindestens sieben bis acht Zentimeter des Rahmens überdecken kann. Im letzteren Fall kann eine Rahmenverbreiterung erforderlich sein. Der Rahmen kann auch weiter innen in der Wandöffnung platziert werden. In diesem Fall wird empfohlen, mindestens fünf Zentimeter der Wärmedämmung in die Laibung zu führen und an den Rahmen anzuschließen, wiederum unter Verwendung einer Rahmenverbreiterung. Wenn es nicht möglich ist, die erforderliche Überdeckung oder Dämmstärke zu erreichen, oder wenn keine Außendämmung vorhanden ist, empfiehlt sich eine Dämmung unter den Laibungen. Diese ist typischerweise fünf Zentimeter dick und besteht meist aus verputzbarem extrudiertem Polystyrol (XPS).
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Prüfen Sie, ob der gefertigte oder gekaufte Fensterrahmen zu den Abmessungen der Öffnung passt. Die Rahmengröße muss auf jeder Seite ein bis zwei Zentimeter kleiner sein als die Öffnung (Nennmaß).
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Selbstklebende Dampfsperrbänder werden umlaufend auf der Außenseite des Rahmens angebracht. Dies umfasst eine Dampfsperre auf der Innenseite sowie eine wasserdichte, aber dampfdiffusionsoffene Schicht auf der Außenseite.
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Bohren Sie ohne die Fensterflügel mindestens zwei Löcher pro Seitenzarge, um diese mit Schrauben zu befestigen. Werden stattdessen Befestigungslaschen verwendet, bringen Sie diese am Rahmen an.
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Platzieren Sie den Rahmen an der gewünschten Stelle in der Öffnung. Überprüfen Sie Symmetrie und Lot, bevor Sie den Rahmen an zwei Stellen pro Seite verkeilen. Richten Sie ihn anschließend fein aus: Verwenden Sie eine Wasserwaage und klopfen Sie leicht mit einem Hammer auf jeden Keil, bis die Lage und die Winkel aus allen Richtungen perfekt sind und den geplanten Maßen entsprechen.
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Sichern Sie den Rahmen mit der vorbereiteten Lösung: Drehen Sie entweder die Befestigungsschrauben ein oder biegen Sie die Befestigungslaschen auf die Wand um und verschrauben Sie sie dort.
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Füllen Sie den Spalt um den Rahmen mit Wärmedämmstoff (gespritzter Polyurethanschaum ist ideal). Sobald der Schaum ausgehärtet ist, entfernen Sie die Keile und füllen auch deren Hohlräume mit Schaum. Schneiden Sie abschließend überschüssigen Polyurethanschaum ab.
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Drücken Sie das selbstklebende Dampfsperrband auf die Wandflächen und dichten Sie die Anschlüsse ab.
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Hängen Sie den Flügel oder die Flügel ein und stellen Sie sie so ein, dass sie ordnungsgemäß öffnen und schließen.
Außentüren werden grundsätzlich auf die gleiche Weise wie Fenster eingebaut. Die Hauptunterschiede liegen in der Schwelle, dem Rahmenverbindungsteil und den speziellen Beschlägen. Nach dem Einbau der Fenster können innen die Fensterbänke und außen die Sohlbänke oder Fensterbleche montiert werden. Danach können die Außendämmung, die Putz- und die Malerarbeiten beginnen.
Moderne Falzzargen-Innentüren werden wie Außentüren eingebaut, das heißt, sie werden mithilfe von Keilen positioniert, präzise ausgerichtet, befestigt und die Spalte um den Rahmen herum werden mit Wärmedämmstoff (Polyurethanschaum) gefüllt. Nach Abschluss des Einbaus wird der Wärmedämmstreifen mit Bekleidungen abgedeckt, die mit Nägeln gesichert werden. Moderne Flachzargen und verstellbare Zargen nutzen Polyurethanschaum zur Abdichtung.
Der Ablauf wird am Beispiel verstellbarer Zargen dargestellt:
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Platzieren Sie die Rahmenkonstruktion ohne Bekleidungen in der Wandöffnung. Legen Sie Abstandshalter unter die Zargenfüße, um sie zwei bis drei Millimeter vom Boden anzuheben.
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Sichern Sie den Rahmen vorübergehend mit zwei Keilen pro Seite und richten Sie ihn präzise aus. Berücksichtigen Sie Größe und Symmetrie, um sicherzustellen, dass die Zargen lotrecht stehen und der Rahmenverbinder waagerecht ist.
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Setzen Sie mindestens drei Querstreben zwischen die Zargen.
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Spritzen Sie Polyurethanschaum an jedem Punkt in den Spalt zwischen Zarge und Wand. Wenn ein höherer Schallschutz erforderlich ist, füllen Sie den Spalt vollständig aus.
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Sichern Sie den Rahmen mit Schrauben an der Wandkonstruktion.
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Nach dem Trocknen des Polyurethanschaums (30 bis 40 Minuten) entfernen Sie die Keile. Füllen Sie bei Bedarf die von den Keilen hinterlassenen Lücken und schneiden Sie anschließend überschüssigen Polyurethanschaum ab.
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Prüfen Sie nach dem Einhängen des Türblatts, ob es sich ordnungsgemäß öffnen und schließen lässt. Stellen Sie die Bänder bei Bedarf nach.
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Montieren Sie die Bekleidungen und passen Sie deren Position an die Stärke der Wand an.
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Es wird empfohlen, den Bereich unter den Zargenfüßen mit Silikon auszufüllen.
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Vorhangfassaden und Dachflächenfenster
KURS 3 / MODUL 3 - ÖFFNUNGEN / LEKTION 4 - VORHANGFASSADEN UND DACHFLÄCHENFENSTER
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I. Vorhangfassaden
Vorhangfassaden sind Fassadenkonstruktionen, die mehrere Gebäudegeschosse überdecken. Sie bestehen aus tragenden Rahmenkonstruktionen aus Metallprofilen mit Verglasungen oder ausfachenden Festfeldern. Die komplexe Struktur wird in der Regel von außen an das Tragwerk des Gebäudes angehängt. Eine Vorhangfassade kann jedoch auch geschossweise zwischen zwei Geschossdecken eingespannt werden. Gängige Typen von Vorhangfassaden sind Pfosten-Riegel-Fassaden, SSG-Fassaden (Structural Sealant Glazing) und punktgehaltene Fassaden; es existieren jedoch auch seltener genutzte oder veraltete Konstruktionsarten.
- Sandwichpaneel-Vorhangfassaden bestehen aus rahmenlosen, metallbedeckten und wärmegedämmten Sandwichelementen. Sie sind repräsentativ für die 1970er und 1980er Jahre. Ihre Steifigkeit erhalten sie durch Pressen, Abkanten oder Profilieren des Metalls, wobei die Glasscheiben mit fahrzeugbauähnlichen Techniken in die Paneele eingebaut werden. Diese Paneele können an das Tragwerk angehängt werden. Auf eine fachgerechte Abdichtung zwischen den einzelnen Paneelen ist besonders zu achten.
- Strukturell betrachtet bestehen Pfosten-Riegel-Fassaden (oder Fassaden mit sichtbarer Rahmenebene) aus Pfosten und Riegeln, die als vertikale und horizontale Profile ausgeführt sind. Die vertikalen Profile (Pfosten) werden über in mehreren Achsen justierbare Stahlbeschläge an den Geschossdecken oder Stützen befestigt. Die horizontalen Profile (Riegel) werden durch Verschrauben oder Schweißen mit den vertikalen Profilen verbunden. Zwischen diesen Profilen werden Scheiben oder Festfelder eingesetzt, und die Deckprofile der Tragschienen dichten die Stoßfugen ab. Die sichtbaren Profile prägen die Fassade stark und verleihen ihr eine klare Rasterung. Sie können aus der Verglasungsebene hervortreten oder bündig mit dieser abschließen.
- SSG-Fassaden (Structural Sealant Glazing / Ganzglasfassaden) sind strukturell identisch mit dem grundlegenden Pfosten-Riegel-System. Der Unterschied besteht darin, dass die Tragschienen nicht sichtbar sind, sondern hinter der Verglasung liegen. Zwischen den Glaselementen entstehen filigrane Linien, sogenannte Dichtungsfugen, die der Glasfassade ein homogeneres Erscheinungsbild verleihen.
- Elementfassaden integrieren das Pfosten-Riegel-System in vorgefertigte Bauteile für eine schnelle Montage vor Ort. Die vertikalen und horizontalen Profile bilden Rahmen, und die Rahmenelemente werden auf der Baustelle zusammengefügt. Einzelne Elemente können verglast oder mit unterschiedlichen Materialien ausgefacht werden. Die Elementgrößen können mithilfe von Koppelprofilen oder Zwischenriegeln auf bis zu 4 x 4 Meter vergrößert werden. Sprossen oder Trennriegel sind erforderlich, wenn der Baustoff innerhalb eines Elements wechselt, beispielsweise um ein Element mit einer geschlossenen Brüstung im unteren Bereich und einer Verglasung im oberen Bereich auszuführen.
- Punktgehaltene Vorhangfassaden befestigen die Glasscheiben an punktuellen Halterungen über spezielle Beschläge, sogenannte Punkthalter oder Spinnensysteme (Spider-Halterungen), an der Unterkonstruktion. Die Glasscheiben können ohne Bohrung über Klemmhalter an den Ecken fixiert oder direkt über Punkthalter in Bohrungen befestigt werden. Wie bei anderen Fassadentypen können die Befestigungselemente punktgehaltener Glaswände an Stahlbetondecken oder -stützen angeschlossen oder über Seilkonstruktionen fixiert und aussteift werden. Zwei Seillösungen sind hierbei:
- ein Seilnetz aus horizontalen und vertikalen Drahtseilen mit Punkthaltern an den Knotenpunkten, oder
- Seilsysteme ähnlich vertikalen Fachwerkträgern, bei denen die Seile zwischen den Geschossdecken und den Befestigungselementen gespannt werden.
II. Dachflächenfenster
Dachflächenfenster sind spezielle Fenster für den Dachgeschossausbau in Gebäuden mit geneigten Dächern. Sie folgen in der Regel der Dachebene, obwohl es mittlerweile Produkte gibt, die sich beim Öffnen in kleine Austrittsbalkone verwandeln lassen, die aus der Dachebene herausragen. Idealerweise stimmt der Sparrenabstand mit der gewünschten Fensterbreite überein. Bei größeren Fenstern kann das Auswechseln eines Sparrens (Einbau eines Wechselsparrens) erforderlich werden. Umgekehrt kann bei kleineren Fenstern eine seitliche Aufdopplung des angrenzenden Sparrens notwendig sein. Der Blendrahmen des Dachflächenfensters liegt auf der Unterkonstruktion der Dachdeckung auf. Ein Eindeckrahmen verbindet den Rahmen mit der Unterspannbahn, den Dachziegeln und den Eindeckelementen. Die Öffnungsart kann als Klapp-Schwing- oder Schwingflügel ausgeführt sein, je nach Position des Handgriffs mit oberer oder unterer Bedienung.
Einbau von Dachflächenfenstern
Dachflächenfenster sollten vorzugsweise zeitgleich mit dem Dach eingebaut werden. Häufig erfolgt der Einbau jedoch nachträglich, beispielsweise im Zuge eines Dachgeschossausbaus.
In beiden Fällen läuft der Einbau von Dachflächenfenstern wie folgt ab:
- Wechsel und Hilfssparren zwischen den Hauptsparren einbauen
- Unterspannbahn einschneiden und zurückklappen
- Montagelatten unterhalb und oberhalb des Fensters anbringen
- Blendrahmen an den Montagelatten und Dachlatten befestigen und dabei die zurückgeklappte Unterspannbahn fixieren
- Regenrinne/Ablaufblech oberhalb der Fensteröffnung in der Unterspannbahn ausbilden
- Dämm- und Anschlussschürze um den eingebauten Rahmen anbringen
- Unterer Eindeckrahmen-Schürzenanschluss positionieren und über die Dacheindeckung überlappen lassen
- Alle restlichen Abdeck- und Eindeckrahmenteile auf der Rahmenkonstruktion montieren
- Dachdeckung (Ziegel) um das neue Dachflächenfenster herum wiederherstellen oder ergänzen
- Fensterflügel einsetzen und justieren
- Wärmedämmung und Dampfsperrschicht im Innenraum anbringen und anschließen
- Sandwichpaneel-Vorhangfassaden bestehen aus rahmenlosen, metallbedeckten und wärmegedämmten Sandwichelementen. Sie sind repräsentativ für die 1970er und 1980er Jahre. Ihre Steifigkeit erhalten sie durch Pressen, Abkanten oder Profilieren des Metalls, wobei die Glasscheiben mit fahrzeugbauähnlichen Techniken in die Paneele eingebaut werden. Diese Paneele können an das Tragwerk angehängt werden. Auf eine fachgerechte Abdichtung zwischen den einzelnen Paneelen ist besonders zu achten.
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