Monolithische Trennwände
Gittertrennwände
Bei einer Gittertrennwand befestigen wir auf einem Stahlbewehrungsgitter mit einem Durchmesser von 5–6 mm und einem Rasterabstand von etwa 40 x 40 cm ein Gitter mit einem Durchmesser von 1,5 mm und einem Rasterabstand von 2 x 2 cm. Wenn wir eine selbsttragende Trennwand erstellen möchten, d. h. eine, die die Decke nicht belastet, wird das so gestaltete Stahlgitter auch mit schrägen Bewehrungsstäben an den angrenzenden tragenden Wänden oder Säulen befestigt. Hinter der so konstruierten Tragschicht wird eine einseitige Schalung errichtet, auf die von Hand oder maschinell eine 5–10 Zentimeter dicke Schicht Gips- oder Zementputz aufgetragen wird. Gipsputz ist eine Mischung aus Gips, Kalk, Sand und Klebstoff, während Zementputz eine Mischung aus Zement, Sand und Schlacke ist. Nach dem Glätten der Oberfläche wird die Schalung entfernt, und Sie haben Ihre Trennwand.
Monolithische Trennwand aus Stahlbeton
Eine Trennwand kann auch aus monolithischem Stahlbeton mit einer typischen Wandstärke von 6 bis 12 Zentimetern hergestellt werden. Es handelt sich dabei um schwere Konstruktionen, die daher eine Plattenbewehrung in Form von Trägern oder Rippen erfordern. Sie sind schwer für die Verlegung von Kabeln zu meißeln und zudem äußerst schwierig zu konstruieren, weshalb sie nur selten verwendet werden. Monolithische Trennwände aus Stahlbeton können mit ein- oder beidseitigem Netz oder mit entlang der Achse der Trennwand verlegtem Netz gebaut werden.
Die Bauweise ist die gleiche wie bei tragenden Wänden: Nachdem wir die individuell dimensionierte Netzbewehrung mit Stiften befestigt haben, erstellen wir eine doppelseitige Schalung, indem wir die erforderlichen Öffnungen aussparen und die Stahlbetonwand in einem Schritt gießen. Nach dem Abbau der Schalung ist die Wand bereit für die Oberflächenbehandlung und Verkleidung.
Trockenbau-Trennwand
Trockenbau-Trennwände sind mehrschichtige Konstruktionen, die aus einem Rahmen, einer Dämmung und Gipsplatten bestehen und in Trockenbauweise errichtet werden. Sie bieten den Vorteil einer hohen Flexibilität bei Funktionsänderungen, da sie schnell zu errichten und leicht wieder abzubauen sind. Ein weiterer Vorteil ist, dass sie aufgrund ihres geringen Eigengewichts keine Deckenverstärkung in Form von Balken oder Rippen erfordern. Der Raum zwischen den Ständern ermöglicht den Einbau einer maßgeschneiderten Wärme- und Schalldämmung, typischerweise in Form einer Faserdämmung. Die Dicke der Konstruktion kann je nach Bedarf erhöht werden, um besonderen Anforderungen gerecht zu werden, und mit der richtigen Konstruktion lassen sich sogar feuerbeständige Konstruktionen realisieren. Die auf der Ständerwand montierten Platten – meist Gipskartonplatten – lassen sich sehr präzise anbringen, sodass diese Trockenbau-Trennwände nicht verputzt werden müssen, sondern nach dem Auftragen von Wandspachtelmasse sofort gestrichen werden können.
Holzrahmenkonstruktion
In der modernen Praxis werden bei Trockenbauwänden für den Rahmen eher traditionell Holzständer verwendet, die in der Regel ein Profil von 30 x 50 Millimetern haben. Neben gehobeltem Holz ist auch Sperrholz eine Alternative. Die horizontalen Platten sind in der Regel Balken mit größerem Querschnitt (z. B. 50 x 50 Millimeter), zwischen denen die vertikalen Ständer platziert, verschraubt oder an die horizontalen Platten genagelt werden. Der Abstand der vertikalen Ständer beträgt in der Regel 50 bis 60 Zentimeter in der Mitte. Das regelmäßige Muster kann durch zusätzliche Ständer für die erforderlichen Öffnungen unterbrochen werden, über denen ein horizontaler Kopfbalken als Sturz eingebaut wird. Mineralfaserwolle, Glaswolle oder Steinwolle wird zwischen die Ständerwände gelegt, um eine Wärme- und Schalldämmung zwischen benachbarten Räumen zu gewährleisten. Nachdem die einzelnen Platten auf die erforderliche Größe zugeschnitten wurden, werden die Gipsplatten oder Sperrholzplatten auf die Ständerwand geschraubt. Für die Plattenfugen, Schraubenköpfe und andere Unebenheiten kann Spachtelmasse verwendet werden, um eine ebene, glatte Oberfläche zu schaffen, die für den Anstrich vorbereitet ist.
Metallständerwerk
Die modernere und gängigere Trockenbauweise verwendet speziell profilierte Metallständer: U-Profile als horizontale Elemente und C-Ständer als vertikale Elemente. Typische Abmessungen der U-Profile: 50, 75 und 100 Millimeter Breite, die senkrecht dazu angeordnete C-Profile aufnehmen können, deren Breite zu diesem Zweck etwas geringer ist: 48,8, 73,8 und 98,8 Millimeter. In diesem Beispiel verwenden wir diese Elemente, um eine doppelte Metallständerwand aus Gipskartonplatten mit erhöhter Schalldämmung und Brandschutz zu bauen.
Der Ablauf der Umsetzung ist wie folgt:
- Der Bau der Trennwand aus Metallständerwerk beginnt nach Abschluss der Verputzarbeiten. Wir beginnen mit dem Bau des Ständerwerks direkt auf dem Estrich.
- Während des Absteckungsprozesses markieren wir die Linien der Wände auf der Konstruktion, die Position der Öffnungen und die Verbindungen.
- Zunächst wird ein selbstklebendes Dichtungs- und Trennband an den Stellen angebracht, an denen die Elemente des Rahmens angebracht werden sollen.
- Wir setzen den ersten Ständerrahmen ein und befestigen die U-Schiene am Estrich und an der Decke und die C-Ständer an den Wänden. Die Ständer werden mit Dübeln fixiert.
- Wir montieren C-Ständer zwischen den U-Schienen mit einem maximalen Abstand von 62,5 Zentimetern. Zur Einstellung der Vertikalität verwenden wir eine Wasserwaage.
- Als Nächstes befestigen wir eine einzelne Schicht Gipskartonplatten mit selbstklebenden Streifen an den Profilen. Die Platten werden 6-8 Millimeter vom unteren Betonrand entfernt gehalten. Der Spalt wird mit Silikon gefüllt.
- Durch Wiederholen der Punkte 4-6 bauen wir den zweiten Ständerrahmen, der eng an die bereits installierte einzelne Lage Gipskartonplatten angrenzt.
- Der Raum zwischen den Ständern wird mit Steinwolleisolierung gefüllt.
- Gleichzeitig mit dem Einbau der Füllung werden die notwendigen Sanitär- und Elektroinstallationen für die Gebäudetechnik installiert.
- Als nächstes werden die Gipsplatten angebracht und mit selbstschneidenden Trockenbauschrauben befestigt. Die Platten werden so zugeschnitten, dass die beiden Schichten miteinander verbunden werden können, ohne dass ein durchgehender horizontaler Spalt entlang der Wand entsteht. Auch diesmal werden die Platten an den Seiten mit einem Abstand von 6-8 Millimetern unten und 2-3 Millimetern an anderen Stellen angebracht. Die Spalten werden mit einem flexiblen Füllstoff, Silikon, gefüllt.
- Zum Schluss erfolgt die Oberflächenbehandlung: Die Fugen und Schraubenköpfe werden mit einer Kelle mit Spachtelmasse gefüllt, während entlang der Fuge Verstärkungsstreifen angebracht werden. Anschließend wird durch Schleifen eine perfekt ebene Oberfläche erzielt. Bei Bedarf wird das Spachteln in mehreren Schritten durchgeführt.