1. Ziegelkappendecke
Vor dem Siegeszug des Stahlbetons war eine bewährte Lösung (ca. 1880er bis 1940er) die Kombination aus I-Stahlträgern und einer kleinen Tonnenwölbung aus nur halber Ziegelstärke. Das ist die Ziegelkappendecke. Im Laufe der Zeit entstanden spezielle Steine als Kämpfersteine, die die notwendige Neigung für den Gewölbeansatz ermöglichen und so den Anschluss zwischen den Stahlträgern (Abstand 1,0–1,20 m) und der Kappe erleichtern. Oberhalb wurden typischerweise Erdschüttung und eine Betonschicht hergestellt.
2. Stahlbetonrippendecken
a) mit Überzugträgern
Stahlträger, typischerweise I-Profile, im Abstand von 1 bis 2,5 Metern, mit einer 6 bis 10 cm dicken Stahlbetonplatte dazwischen. Eine 3 cm dicke Stahlbetonummantelung mit trapezförmigem Querschnitt umschließt zusätzlich die Stahlträger.
b) Bei Stahlbetonrippendecken mit Unterzugträgern aus Stahl liegt die Platte im oberen Trägergurt, wodurch die Oberseite eben ist, während bei Stahlbetonrippendecken mit Überzugträgern die Platte im unteren Trägergurt liegt und somit eine ebene Unterseite entsteht. Der Fußbodenaufbau kann bei Stahlbetonrippendecken mit Unterzugträgern direkt auf der Oberfläche beginnen. Im Gegensatz dazu ist auf der Oberfläche von Stahlbetonrippendecken mit Überzugträgern zunächst eine erhebliche Menge an Zusatzausgleich erforderlich.
3. Stahlträgerdecke mit Ziegel-Ausfachung und Betonschicht
Diese Deckenart stellt eine leichtere Variante der Rippenplatte in Aufzugbauweise dar. Zwischen den Trägern wird eine Ziegelraster-Ausfachung eingebracht, in die eine Bewehrungsmatte eingelegt und mit etwa 5 cm monolithischem Beton vergossen wird. Die Gesamtdicke dieser Konstruktion liegt üblicherweise bei ca. 10 bis 12 cm.
4. Moderne Leichtstahlträgerdecke
Diese modernere Bauweise wird häufig in Stahlrahmenbauten (wie z. B. Hallenkonstruktionen) eingesetzt. Als Tragglieder dienen C- oder I-Profile mit Achsabständen von 50 bis 90 cm, auf denen Trapez- oder Wellbleche verlegt und mittels Schrauben oder Bolzen fixiert werden. Darauf wird eine 6 bis 8 cm dicke Schicht aus monolithischem Stahlbeton aufgebracht, welche als Untergrund für den anschließenden Fußbodenaufbau dient.